Wie alles begann
Im Jahre 1907 wurde der Schule in Opsen ein neuer Lehrer zugewiesen. Dieser damals erst 21 jährige Lehrer Halbritter war unverheiratet, zielstrebig und vielseitig interessiert. Obwohl er in den ersten Jahren alle Freizeit für sein noch abzulegendes Examen brauchte, widmete er sich nach erfolgreicher Ablegung dem Sport. Er hatte es verstanden, binnen kurzer Zeit die Jugendlichen für Spiel und Sport zu begeistern. Es wurden laufend auf der Wiese bei Rings an der Sieg Spiele, wie Faustball, Schlagball, Fußball und dergleichen ausgetragen. Diese sportliche Betätigung fand bei der Jugend immer mehr Anklang. Auch die bereits aus der Schule Entlassenen wurden für diese Sportarten gewonnen. Nach verhältnismäßig kurzer Zeit baten diese jungen Männer ihren ehemaligen Lehrer, einen Sportclub zu gründen.
Lehrer Halbritter konnte sich dem Tatendrang der Jugend nicht entziehen und lud die begeisterten Sportler zu einer Zusammenkunft im Hause Ring ein. Dreizehn junge Männer waren erschienen, die hier den „Sportclub Opsen“ gründeten. Sie wählten Lehrer Halbritter zu ihrem Vorsitzenden und Ewald Ring zum Geschäftsführer.
Die Gründer, von denen heute leider keiner mehr lebt, waren:
Lehrer Halbritter (Frankfurt), Emil Schumacher (Fürthen), Heinrich Hassel II (Opsen), Christian Au I (Opsen), Heinrich Wayer, ( ), Ewald Ring (Beuel/Rhein), Gustav Au (Opsen), Robert Krah (Fürthen), Heinrich Burbach (Au/Sieg), Willi ring (Oppertsau), Christian Au II (Opsen), Heinrich Au (Opsen), Emil Ring (Opsen).
Nur der unbändigen Liebe zur Sache, der Ausdauer und der Zuversicht der Gründer gelang es, dass der „SC Opsen“ all die eingetretenen Schwierigkeiten überwinden konnte. Der Verein war gegründet. Jetzt ging es daran, einen Sportplatz herzurichten.
In der Nähe von Au wurde eine Weide gepachtet. Förster Nieland aus dem Auerwald, mit dem man ein freundschaftliches Verhältnis hatte, stiftete das Holz für die Tore. Heinrich Schumacher aus Fürthen stellte bereitwillig sein Ochsengespann zur Verfügung. Die gefällten Baumstämme wurden zum Sägewerk nach Hamm gebracht. Schon nach wenigen Tagen waren die Tore zurecht gebaut, die beim Hause Ring untergebracht wurden und jeweils vor jedem Spiel auf der Weide in Au aufgestellt werden mussten.
Der Spielbetrieb konnte beginnen. Die Spieler der Fußballmannschaft setzten sich aus den vorerwähnten Gründern zusammen. Durch gute Beziehungen unterstützt, hatte Lehrer Halbritter eine komplette Garnitur zur Ausrüstung der Fußballmannschaft beschafft. Die Farben des Vereins waren schwarz- weiß.
Nachstehendes Bild zeigt die Mannschaft in ihrer schwarz- weißen Sportkleidung.
Das erste Spiel konnte gegen den benachbarten Verein Wissen ausgetragen und mit 3:1 Toren gewonnen werden.
Nach den ersten Spielen schlossen sich immer mehr Jugendliche dem Verein an. Schon bald konnte eine 2. Mannschaft den Spielbetrieb aufnehmen. Zu dieser Zeit wurden auch aus der näheren Umgebung Sportvereine ins Leben gerufen.
Im Jahre 1912 bereits musste der Initiator- Lehrer Halbritter- Opsen verlassen. Die Lehrerstelle wurde Lehrer Fischer übertragen. Der Verein hatte Glück! Auch der neue Lehrer war ein begeisterter Sportler und konnte sich nicht verschließen, als Nachfolger seines Kollegen, den Vorsitz im Verein zu übernehmen. Unter seiner Leitung nahm der Verein einen gewaltigen Aufschwung. Neben der Fußballabteilung wurde auch eine Faustballabteilung gegründet. Auch das Geräteturnen fand immer mehr Zuspruch. Nachdem sämtliche Turngeräte angeschafft waren, wurden regelmäßige Turnstunden im Saale Weber abgehalten. Ernste und gewissenhafte Übungsarbeit ermöglichtem den Verein, schon bald mit einer Turnerriege an die Öffentlichkeit zu treten. Auch bei den Fußballern machte sich schon bald der Erfolg der eingeführten Trainingsarbeit bemerkbar. Es wurden beachtliche Siege und wertvolle Pokale errungen. In dieser Zeit brachten die Fußballer große persönliche Opfer, gepaart mit sportlichem Idealismus, den man bewundern muss
Es gab kein Auto und kein Fahrrad. Auf „Schusters Rappen“ wurden die gegnerischen Plätze aufgesucht. Und trotzdem waren alle froher Stimmung, auch wenn einmal ein Spiel verloren ging.
Es entstand eine echte Sportler- und Turnergemeinschaft und der Verein wurde zum Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft. Bei den alljährlich stattfindenden Kreisfestspielen war der Verein stets mit allen Mannschaften vertreten.
Währen der Zeit des 1. Weltkrieges ruhte der gesamte Spielbetrieb. Bereits im Jahre 1919 wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Als Lehrer Fischer aus russischer Gefangenschaft zurückkehrte, hatte man bereits einen neuen Vorsitzenden gewählt. Gustav Weber (Opsen), der damalige Vereinswirt, hatte den Vorsitz übernommen.
Erste Aufgabe des Vereines war wieder die Beschaffung eines Sportplatzes. Durch Verhandlungen mit dem damaligen Förster gelang es, im Auerwald ein geeignetes Gelände zu bekommen. Voller Begeisterung wurde mit dem Bau der neuen Sportplatzanlage begonnen. Alle Aktiven und passiven Sportler legten Hand an und schufen innerhalb kurzer Zeit eine beachtliche Sportstätte. Der Spielbetrieb konnte wieder aufgenommen werden. Neben einer i. und II. Fußballmannschaft bestand eine gute Jugendmannschaft. Allmählich kamen auch die Sportler aus Opperzau hinzu und der Verein verfügte über gute und ehrgeizige Spieler.
Nach einigen erfolgreichen Jahren ließ der Spielbetrieb nach. Verursacht durch die Abwanderung einiger Spieler ließ das Interesse nach und der Verein war nicht mehr in der Lage, eine gute Mannschaft zu stellen. Die zu dieser Zeit herbeigeführte Vereinigung mit dem benachbarten Verein Breitscheidt, war nur von kurzer Dauer. Den größten Schlag mussten die Sportler hinnehmen, als ihnen der Gräflichen Nesselrod´schen Verwaltung der Sportplatz gekündigt wurde. Der Verein stand ohne Platz da. Die Folge war, der gesamte Spielbetrieb wurde eingestellt.
Neuer Verein mit Sportplatz in Opperzau
Bald schon stellte sich heraus, dass es ohne Sportverein nicht ging. Es wurde sich krampfhaft um einen neuen Sportplatz bemüht. Hier ist besonders der Spieler Walter Klein „Kleens- Mööd“ aus Opperzau zu erwähnen, der unermüdliches Interesse für das Fortbestehen eines Sportvereines zeigte.
Kurze Zeit später, im Jahre 1929, gelang es, in Opperzau an der Etzbacher Brücke ein neues Gelände zur Herrichtung eines Sportplatzes zu pachten. Da der neue Sportplatzim Ort Opperzau lag, erhielt der Verein naturgemäß den Namen „SSV Opperzau“. Als Vereinsfarben wurden blau- weiß gewählt.
Wiederrum mussten sich die Sportler um die Herrichtung des Platzes bemühen. Doch mit dem neuen Platz stiegen die Begeisterung und das Interesse. Der Verein gehörte zu dieser Zeit dem Westdeutschen Spielverband an und spielte zusammen mit den Vereinen Hamm, Rosbach, Hurst, Schladern, Dattenfeld usw. in einer Klasse. Insgesamt wurden drei Mannschaften zur Austragung von Meisterschaftsspielen gestellt. Nebenher spielte eine Alte Herren Mannschaft, deren Spiele mit besonderem Interesse besucht wurden. Unter der Leitung des damaligen Vorsitzende und Ehrenvorsitzendem Gustav Gerhards, Opperzau, erfuhr der Verein wieder Aufschwung. Es dauerte nur kurze Zeit, als sich der in mühseliger Arbeit errichtete Sportplatz als zu klein erwies. Bei Auswärtsspielen stellte man fest, dass größere Plätze bessere Spiele zu ließen.
Dank der Einsichtigkeit der Opperzauer konnte auch Diese Sorge schnell behoben werden. Der Verein erhielt „Auf dem Green“ ein größeres und weit schöneres Sportgelände. Obwohl hier infolge der Lage des Platzes, vor allem bei Hochwasser, viele Schwierigkeiten entstanden, stiegen die Begeisterung und das Niveau aller Mannschaften. Regelmäßig wurden Trainingsstunden abgehalten und der Verein wurde zu einem gefürchteten Gegner an der oberen Sieg. Noch nie zuvor waren so gute und spannende Spiele ausgetragen worden.
Unter der Leitung des damaligen 1. Vorsitzenden Wilhelm Krieger konnte der Verein alljährlich in die Spitzengruppe der 1. Kreisklasse vordringen.
Auch die Jugend wurde nicht vergessen. Der Verein hatte in seinem Jugendleiter Gustav Weller eine ehrgeizigen und zielstrebigen alten Sportler, der es Verstand, innerhalb geringer Zeit, eine schlagkräftige Jugendmannschaft heranzubilden. Sein besonderer Stolz war, als die gesamte Jugendmannschaft später geschlossen als 1. Mannschaft übernommen wurde. Zu dieser Zeit wurden immer mehr Spieler zum Wehrdienst einberufen, so dass die Jugend hierdurch besonders zum Zuge kam. Aus dieser Mannschaft sei besonders der Torwart Werner Seelbach (Äuches Degger) zu erwähnen. Er, der über die Grenzen der engeren Heimat hinaus bekannte Torwart- er spielte des Öfteren in der damaligen Siegkreisauswahl- gab der Mannschaft den nötigen Rückhalt und führte sie zu manchen Sieg.
Die nachstehenden Bilder zeigen die Sportler dieser Jahre und die eben erwähnte Jugendmannschaft mit ihren Betreuern.
Wir haben mit Absicht keine weiteren Namen genannt, sind jedoch überzeugt, dass sich noch alle Sportler an diese Spieler der damaligen Zeit mit Stolz erinnern können.
Währen des II. Weltkrieges musste der Spielbetrieb, wie auch in allen anderen Vereinen, eingestellt werden.
Wiederaufbau nach 1945
Als man im Jahre 1945 wieder zum Neuaufbau schritt, musste man feststellen, da noch eine ganze Anzahl lieber, alter Sportkameraden nicht zurückgekehrt waren, oder noch als Gefangene auf den Tag ihrer Rückkehr in die Heimat warteten.
Der alte Sportplatz „auf dem Green“ wurde während des Krieges wieder als Weidefläche genutzt und konnte nicht mehr als Sportplatz benutzt werden. Erste Sorge war wie schon so oft in der Geschichte unseres Vereines, die Platzfrage.
Am 22. September 1945 wurde in der Gastwirtschaft Fenstermacher in Opsen ein neuer Sportverein mit dem Namen „SV Opsen“ gegründet. Die Versammlung wählte Hans- Karl Fischer (Fürthen) zu ihrem Vorsitzenden. Unter seiner Leitung wurde der Verein in der damaligen schwierigen Zeit neu aufgebaut. Als erstes Sportgelände diente wie bereits im Jahre 1911, eine Weide bei Au. Die Nachkriegsverhältnisse ließen es jedoch nicht zu, alle Spieler mit ordnungsgemäßer Sportbekleidung auszurüsten. Anfangs wurde in schwarzen Hosen und schwarzgefärbten Hemden gespielt. Die noch vorhandenen Fußballschuhe aus früheren Tagen wurden notdürftig zusammen geflickt. Neue Schuhe waren nur auf dem „Schwarzen Markt“ zu erhalten.
Ein besonderer Tag war der erste Spielsonntag. Der Verein spielte gegen den SV Niedererbach und gewann sein erstes Spiel mit 2:1 Toren. Die Begeisterung wuchs von Spiel zu Spiel und es bestand eine echte Sportlerkameradschaft. Während dieser Zeit kehrten immer mehr alte Sportler aus der Gefangenschaft heim, so dass dem Verein genügend brauchbare Spieler zur Verfügung standen. Zwischenzeitlich hatte auch eine Jugendmannschaft den Spielbetrieb aufnehmen können. Eine durchgeführte Mitgliederwerbung brachte dem Verein eine Anzahl neuer Mitglieder. Es wurde eine Mitgliederzahl von 130 erreicht. Nachdem in Nachbarvereinen Damenhandballmannschaften ins Leben gerufen waren, wurde auch in unserem eine Damenhandballmannschaft angeschlossen. Bedingt durch einige Unfälle bei den Damen, mussten diese doch bald den Spielbetrieb wieder einstellen.
In der turbulenten Nachkriegszeit war es schwierig mit den damaligen Beförderungsmöglichkeiten zu den Auswärtsspielen zu gelangen. Des wegen fuhr man sonntags mit dem sogenannten „Holzkocher“. Hierfür musste vorher noch die Genehmigung der Militärregierung eingeholt werden.
Obwohl in sportlicher Hinsicht keine Schwierigkeiten bestanden, hatte der Verein schon nach kurzer Zeit unter der wiederkehrenden Sportplatzsorge zu leiden. Die gepachtete Weide wurde gekündigt. Kurz vorher hatte man sich noch mit den Nachbarvereinen Opperzau und Imhausen zu einer Vereinigung zusammengeschlossen. Infolge der Platzschwierigkeiten musste diese Vereinigung bald aufgelöst werden. Die Spieler des SV Opsen wollten jedoch unter keinen Umständen den Spielbetrieb einstellen und trugen ihre Spiele forthin auf dem Sportplatz des Sportvereins Bitzen aus . Dieser Zustand hielt nur kurze Zeit an. Ein Verein ohne Platz? Die Spieler resignierten, weil Sonntag für Sonntag auswärts gespielt wurde. Das Interesse ließ bald nach. Im November 1947 wurde der Verein beim damaligen Sportverband Rheinland als gestundet gemeldet. Ein Teil der aktiven Spieler schlossen sich den Nachbarvereinen Bitzen und Hamm an, weil die damaligen Verhältnisse keine Möglichkeit boten, ein eigenes Sportgelände zu schaffen. Die alten Sportler und Anhänger besuchten sonntags die Sportplätze in Bitzen und Hamm und mussten zusehen, wie dort unsere Spieler in anderen Mannschaften spielten.
Es war der Wunsch aller, wieder einen eigenen Sportverein mit eigenem Sportplatz zu bekommen!
Siegtaler Sportfreunde! – Neue Ära mit Emil Neumann -
Einige alte Idealisten waren es, die sich unentwegt für die Beschaffung eines neuen Sportplatzes einsetzten. Endlich war es soweit. Emil Neumann hatte für den 6. Juni 1949 zu einer Versammlung in die Gastwirtschaft Gerhards, Opperzau, eingeladen. Alle Idealisten und interessierten Sportler waren erschienen. Allgemeiner Wunsch war, alle Sportler der früheren Vereine Opsen, Opperzau und Etzbach zu einem neuen Verein zusammenzuschließen. Der Verein sollte einen neutralen Namen erhalten. In dieser Versammlung einigte man sich auf den Namen:
„Siegtaler Sportfreunde“
Froh gelaunt und voller Zuversicht wurde die Gründung des neuen Vereines erwartet. Nachdem alle aktiven Spieler ihre Rückkehr aus den Nachbarvereinen zugesichert hatten, wurde zur eigentlichen Gründungsversammlung am 16.9.1949 eingeladen. In dieser Versammlung wurde Emil Neumann zum 1. Vorsitzenden gewählt. Ihm allein ist es zu verdanken, dass der neue Verein einen so schnellen und guten Aufschwung nehmen konnte. Schnell war der frühere Sportplatz an der Etzbacher Brücke bespielbar hergerichtet (er dient heute noch als Trainingsplatz), und die 1. Mannschaft spielte in der 2. Kreisklasse.
Schon im ersten Spieljahr konnte die Meisterschaft und der Aufstieg in die 1. Kreisklasse errungen werden. In dieser Klasse reihte sich Sieg an Sieg. Neben der 1. Mannschaft bestand eine Jugendmannschaft, die bei Gustav Weller in guten Händen war.
Der Erfolg blieb nicht aus: 1950/51 wurde die Kreis- und Pokalmeisterschaft errungen. Der Aufstieg in die Bezirksklasse war geschafft. Ein Erfolg, wie er bisher noch nicht beschieden war. Nun war der Platz zu klein, um in dieser Klasse zu spielen. Mit Zuschüssen des Sportbundes und sonstigen Hilfen wurde der heutige Sportplatz geschaffen.
Ab dem Jahre 1957 wurde eine neue Klasseneintaeilung vorgenommen, die uns in die 1. Kreisklasse (A-Klasse) zurückstufte.
Ebenfalls ab diesem Jahr nahm auch eine 2. Mannschaft am Spielbetrieb teil. Im Jahre 1964 gründeten einige frauen eine Gymnastikgruppe, die sich dann dem verein anschloß. Seit Bestehen dieser Abteilung nahm die Mitgliederzahl laufend zu un der Verein verzeichnete einen großen Aufschwung. Einige Jahre bestand auch eine Mädchengruppe, die öfter öffentlich mit Tänzen auftrat und vor allen Dingen unsere Sportfeste verschönerten. 1966 machte sich erstmals unsere Jugendarbeit bezahlt und die 1. Mannschaft konnte den Aufstieg in die 1. Kreisklasse eringen, nachdem sie 1965, geschwächt durch Einberufungen zur Bundeswehr, in die 2. Kreisklasse abgestiegen war. Von nun an spielte die 1. Mannschaft mit wechseldem Erfolg in der 1. Kreisklasse. 1972 entschloß man sich, um die Spielstärke zu heben, eine Spielgemeinschaft mit dem TuS Germania Bitzen einzugehen. Diese spielten zu dieser Zeit in der damaligen A- Klasse. Mit vier Mannschaften wurde nun gespielt. Leider musste schon im ersten Jahr die 2. Mannschaft in die 2. Kreisklasse absteigen. Nachdem 1975, im dritten jahr der Spielgemeinschaft, beschlossen wurde, sie wieder aufzulösen, schaffte die 2. Mannschaft wieder den Aufstieg in die erste Kreisklasse.
Alles ging soweit ganz gut bis in die 80er Jahre, dann gingen immer wieder jedes Jahr Spieler von uns weg, so daß das pielermaterial immer schlechter wurde und der Abstieg dementsprechend seinen Lauf nahm.
Als 1984 gleich acht Spieler der 1. Mannschaft den Verein verließen, war es schwer, auch weiterhin zwei Mannschaften zu stellen. Jedoch war 1985 der Abstieg in die unterste Klasse (Kreiskliga D) nicht zu vermeiden. 1986 sollte gleich der Aufstieg wieder geschafft werden, wofür die Chancen nicht gut standen.
Trotz aller Probleme im fussballerischen Bereich wuchs die Mitgliederzahl weiter. Dies ist auch ein Verdienst der Tennisabteilung, die 1983 gegründet wurde, und der Triathlonabteilung (Gründungsjahr 1986). Nach intensiven Verhandlungen der Tennisabteilung mit dem Vorstand und Überwindung einiger größeren Widerstände, konnte am 6.7.1985 die Einweihung der ersten beiden Tennisplätze unter reger Teilnahme von Persönlichkeiten dieses Sportes und der Kommunen eingeweiht werden. Ohne die Arbeit der anderen Vorstandmitglieder zu schmälern, muß hier doch der Name Klaus Hermes genannt werden, der unermüdlich am Zustandekommen der Abteilung und dem Bau der Plätze tätig war.
Fortsetzung folgt.
Dank der guten Betreuung und der regelmäßig abgehaltenen Trainingsstunden war die 1. D- Jugendmannschaft an den Endspielen um die Kreismeisterschaft beteiligt. Zusammen mit den Mannschaften von Niederfischbach und Almersbach/ Fluterschen wurden diese Spiele ausgetragen, der Titel glücklicherweise der Jugend von Almersbach/ Fluterschen zufiel.
1961, also zum 50- jährigen Bestehen unseres Vereines nahmen wiederum drei Jugendmannschaften an den Meisterschaftsspielen teil, wovon die 1. D-Jugendmannschaft als Turniersieger der Staffel Altenkirchen hervorging.
Infolge dauernder Einberufungen zur Bundeswehr musste die Reservemannschaft im Jahre 1960 von den Meisterschaftsspielen zurückgezogen werden. Der Abgang der Spieler machte sich auch bei der 1. Mannschaft bemerkbar, sodass der Abstieg in die B- Klasse nicht erspart blieb. Obwohl wir in diesem Jahre dem Wiederaufstieg nahe waren, mussten wir zugunsten der starken DJK Fensdorf verzichten.
Bei aller Festesfreude aber wollen wir bedenken, dass der Kampf um die selbstverständlich begehrten Punkte nur Mittel zum Zweck ist. Und der Zweck ist, die sportliche Ertüchtigung unserer Sportjugend.
Schlussgedanken:
100 Jahre Geschehen im Sportverein Siegtaler Sportfreunde liegen aufgezeichnet vor uns.
Wir wollen in unseren Schlussgedanken alle diejenigen ansprechen, die dem Verein irgendwie gedient haben und auch heute noch ihre vereinstreue unter Beweis stellen.
So denken wir hierbei zurück an unsere Vereinsgründer und an all die Idealisten, die sich schon in früheren Jahren unermüdlich für den Sport und unseren Verein zur Verfügung stellten. Allen denjenigen gilt unserer besonderer Dank, die irgendeinmal tätig waren oder sind.
Und so steht heute unser Verein mit im Mittelpunkt unseres Dorfes und ist bestrebt, unter seiner jetzigen Führung die ruhmreiche Tradition und den Geist der Alten weiterzutragen in eine, so Gott will, schöne und friedliche Zukunft.
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